Mini-Linaloo

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Eine Leseprobe

Flausch trifft Fantasie.
Erzählt mit Humor und Herz

Schmetterling

Tauche ein in das Erste Kapitel

Ein kurzer Auszug aus meinem Buch,

um einen besseren Eindruck zu bekommen

Wächterzeichen
Müppi
Unser erstes gemeinsames Abenteuer - ich hoffe es kommen noch mehr.
Die Helden von Miralumo

Linaloo & Müppi

Ein unterirdisch gutes Abenteuer

Das Kinderbuch ab 6 Jahren, das dich in eine groß magische Welt

voller wundersamer Dinge und jeden Menge Flausch entführt.

Hier erhältst du einen kurzen Einblick in Kapitel 1 als Leseprobe.

AUSZUG AUS KAPITEL 1

An diesem möglicherweise dienstäglichen Morgen stand sie vor ihrem Haus, schob den Sardinen-Briefkasten zur Seite, der mal wieder umfiel, und atmete tief ein. Heute war der Tag. Heute würde sie zum allerersten Mal Schnurravia verlassen. Das hatte sie schon so lange geplant. Latzi liebte es zu planen - am liebsten mit Liste, Leuchtmarker und mindestens drei Backup Ideen. Während andere noch träumten, hatte sie schon farbcodierte Pläne fürs Träumen erstellt - charmant und superflauschig organisiert. (Ja sie hätte mir unbedingt beim Schreiben meines ersten Kinderbuches helfen müssen! Da kann dann nichts schief gehen...oder doch?) Sie ging noch ein letztes Mal die lange, kurvige und tatsächlich einzige Straße des Dorfes entlang. Der Weg war ihr vertraut. Überall sah man flauschige Bienen auf Blumen sitzen oder bunte Schmetterlinge fliegen. Hier und dort ließ sich auch ein Kristall blicken. Eine besondere Eigenheit von Miralumo. Sie erschienen an allen Orten und meist in stets wechselnden Farben. Latzi mochte dieses Dorf und die Katzen hier. Die Fenster mit den bunten Läden mochte sie besonders. Sie hatte selbst die Dachziegel ihres Hauses bunt gestrichen, denn Latzi liebte Farben. Sie versprach sich selbst leise, dass sie eines Tages zurückkehren würde. Vielleicht mit einer unglaublichen Geschichte, die sogar der schnarchende Kamin von Haus Nummer 9 noch nicht kannte. Und ihr wisst, die weise Katze Lunavia hatte auf fast alles eine Antwort.

Und so begann ihre Reise in ein wunderbares Abenteuer. Latzi war aufgeregt, aber auch neugierig. Und – natürlich – sie war lang. Sehr sehr lang. Wenn Linaloo sich einmal richtig ausstreckte, musste man auf halber Strecke einen Wegweiser aufstellen, damit niemand unterwegs verloren ging. (Ist vielleicht ein ganz klein wenig übertrieben, aber wirklich nur ein ganz klein wenig) Latzi trabte also los – leise, elegant und mit einem ganz kleinen Hüpfer. Der Weg Richtung Wald wurde schmaler. Die Steine wurden zu Erde, die Erde zu Moos, und Latzi spürte den feinen Staub zwischen ihren Pfoten. Das mochte sie. Es fühlte sich an wie Aufbruch. Und ein kleines bisschen wie Kribbeln und der Beginn von etwas Neuem.

Gleichzeitig, aber nicht allzu weit entfernt – jedenfalls in Müppimetern (was das ist, erklären wir gleich!) – kullerte ein rundes, flauschiges, weißes Wesen aus einem kleinen, ziemlich gemütlichen und sehr bunten Häuschen. Sein Name war Müppi. Er war… nun ja… klein. Und rund. Und weich. (Suuper weich, stellt euch das Weichste vor, das euch einfällt und multipliziert es mit mindestens 2) Er sah ein bisschen aus wie ein Sofakissen, das plötzlich beschlossen hatte: „So. Jetzt reicht’s. Ich geh auf Abenteuer.“ Und genau das hatte er heute tatsächlich vor. Ach ja – nochmal kurz zurück zu den Müppimetern. (Müppi sagt dazu übrigens Meppie`s) Es ist die Art, wie Müppi Entfernungen misst. Er selbst war es, der diese Einheit erfunden hatte und nun dazu verwendete, Entfernungen zu messen. Naja gut, es war mehr aus Spaß als wirklich ernst gemeint, aber so war Müppi einfach – unglaublich fantasievoll und kreativ. Ein Schritt, der ihm kurz vorkommt, ist ein Meppi. Zwei Schritte, bei denen er einmal aus Versehen über seine eigene Rundung stolpert und auf seinem Popo landet, sind zwei Meppie`s. Und wenn etwas sooo weit weg ist, dass er erstmal eine Pause braucht, bevor er weiterkugelt – na, dann mussten das bestimmt mindestens zehn Meppie`s sein! Müppi nannte das dann meistens nur „Puh! Glitzerweit.“ Seine kurzen Beine mochten lange Entfernungen nicht so sehr, deshalb bewegte er sich auch am liebsten rollend vorwärts, denn das beherrschte er wirklich in Perfektion. Zuhause war er in einem kleinen Dorf namens Müridia. Der Begriff „Dorf“ war dabei vielleicht ein großzügiger Begriff. Denn Müridia bestand eigentlich nur aus fünf kleinen Häusern. Es gab nur einen Briefkasten (den niemand benutzte, weil es hier eh keinen Postboten gab), ein kleines Schild mit dem handgemalten Ortsnamen und sehr, sehr viel Fantasie. Der einzige Bewohner dieses Ortes war Müppi selbst. Woher er kam? Das wusste er selbst nicht so genau. Er war einfach eines Morgens im Wald aufgewacht, mitten auf einem Mooshügel mit einem kleinen Loch, mit einem Löwenzahn auf dem Kopf und dem Gefühl im Bauch, dass etwas Wichtiges fehlte. Er überlegte eine Weile und dachte dann: „Vielleicht ist es ein Dorf, dass mir fehlt.” Also baute er sich kurzerhand ein kleines wunderschönes Dorf: “Das könnte ja vielleicht auch für andere ein schönes zu Hause sein – zumindest, wenn sie nett sind,” dachte Müppi und baute deshalb gleuch mehrere Häuschen. Man konnte ja nie wissen! Und so entstand Müridia. Die Häuser waren eher rundlich, genau wie Müppi selbst – mit Dächern aus bunten Blättern, die im Herbst leise knisterten und im Frühling fröhlich zwitscherten. Also, die Vögel darin. Nicht die Dächer. Meistens zumindest, denn in Miralumo gab es einige wundersame Dinge und daher war so etwas nicht sehr ungewöhnlich. Die Fenster bestanden aus alten Marmeladengläsern, die er im benachbarten Wald auf einer wunderschönen Lichtung gefunden hatte. Sie rochen, als wären dort mal Pfannkuchen drin gewesen und Müppi liebte den Geruch von Pfannkuchen und fand sie als kleine Runde Fenster einfach perfekt. Vor seiner Haustür stand ein Stuhl aus gebogenem Wurzelholz – perfekt zum Nachdenken, Sitzen oder darauf Herumkullern, je nachdem welche Laune man gerade hatte. Daneben stand ein leerer Blumentopf. Manchmal schlief darin ein Regenwurm. Und bis vor Kurzem wohnte darin eine sehr eigenwillige Tulpe, die plötzlich beschlossen hatte, auszuziehen. (Später dazu etwas mehr)

Müppi vermisste sie ein bisschen. Müppi hatte einen kleinen Weg aus glatten Kieselsteinen gelegt, der aber nirgendwohin führte – außer wie er sagen würde “zur nächsten Fantasie.” Denn er hatte einfach den letzten Stein des Weges bunt angemalt, denn für ihn gehörten Farben und Fantasie untrennbar zusammen. Und am Ortsschild stand in schöner Schrift: „Müridia – gegründet an einem Dienstag.“ Es gab keinen Bäcker, keinen Bürgermeister, (Häh was ist denn jetzt bitte ein Bürgermeister…) nicht mal eine echte Straße. Aber es gab Müppi. Und Müppi fand: Das war genug zumindest für eine Weile. Aber so schön er sich dieses kleine Müridia auch eingerichtet hatte – auf Dauer war es allein doch etwas langweilig. Müppi hatte deshalb genau an diesem besonderen Tag beschlossen, endlich mal was zu erleben und das ging am besten, in dem er Müridia hinter sich ließ. Er hatte sich gründlich vorbereitet: Er hatte seine Lieblingsdrehung geübt (dreimal im Kreis, nicht zu schnell, nicht zu schwindelig) und extra überprüft, ob seine Ohren noch wackeln konnten – zur Sicherheit. (Ja genau welche Ohren denn nur! Ich habe sie auch nicht entdeckt!) Und dann hatte er einen Plan. Einen brillanten, ausgereiften, vollkommen durchdachten Plan. Der Plan war: „Mal gucken, was passiert, wenn ich einfach so losziehe.“ Er rollte also los und Müridia wurde hinter ihm immer kleiner und kleiner, bis es kaum noch zu sehen war.

Was dann geschah, geschah gleichzeitig und ganz plötzlich. Linaloo lief gerade rückwärts. Ihr fragt euch warum? Weil sie dachte, die Welt könnte vielleicht anders aussehen, wenn man sie von hinten anschaut. Und sie war einfach zu neugierig, um es nicht auszuprobieren. Zur gleichen Zeit rollte Müppi gerade einen kleinen Hang hinunter. Nicht freiwillig, aber auch nicht unfreiwillig. Irgendwie hatte er das Gefühl: Das könnte genau jetzt, genau richtig sein. Und Müppi war bekannt dafür seinem Bauchgefühl, ohne viel nachzudenken einfach zu folgen. Und dann – BUMM! – krachte lang auf Rund. Flausch auf Flausch. Latzi auf Müppi. Zwei, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Und doch … fühlte es sich an wie zwei verschiedene Töne, die zusammen plötzlich ein Lied ergeben. Beide blieben liegen. Latzi starrte auf ein kleines, verwirrtes, rundes Gesicht, dass plötzlich und zu Latzi`s Erstaunen Regenbogenfarben geworden war. Das Weiß war verschwunden – und er war wunderschön! Latzi liebte Farben und den Regenbogen und hatte Müppi schon jetzt in ihr Herz geschlossen. Sie kramte kurz in der Tasche (Tasche? Katzen haben keine Taschen!) und notierte sich etwas in einen kleinen Notizblock und ließ ihn ganz schnell wieder verschwinden. Müppi schien es nicht einmal zu bemerken, so schnell ging das. Er starrte nur auf das große, flauschige und sehr lange Etwas, dessen Gesichtsausdruck sehr erstaunt und überrascht wirkte. Müppi fragte sich schon, was wohl der Grund dafür sein könnte und sagte dann leise, um die Stille zu durchbrechen: „Du bist… ganz schön viel Katze.“ Latzi blinzelte, lachte sehr herzlich und sagte: „Und du bist… sehr sehr viel Farbe.“ Latzi schnupperte, ihre Schnurrhaare zuckten vor Verwunderung – und ganz leicht wackelten auch ihre Ohren. Noch nie hatte sie jemanden getroffen, der so bunt… und so rund… und so richtig gewirkt hatte. Müppi selbst hatte gar nicht gemerkt, was passiert war. Aber Latzi staunte immer noch. Müppi war plötzlich… komplett Regenbogenfarben! Er strahlte richtig und piepste: „Was ist denn jetzt los?! Wow, ich bin so bunt, wie mein Haus in Müridia. Ich wusste doch, dass ich Farben liebe, aber das ich selbst so bunt sein kann, dass wusste ich nicht.“ Linaloo & Müppi lachten und waren sich einfach auf Anhieb sympathisch. Beide spürten nämlich eine Art unsichtbares Band zwischen sich, dass ihnen sagte: ”Hier beginnt etwas ganz Besonderes.” Die Entscheidung fiel im Stillen aber trotzdem gemeinsam. Von nun an wollten sie den weiteren Weg zusammen gehen, auch wenn sie noch nicht so genau wussten, wo er sie nun letztendlich hinführen würde. Und mit diesem eigenartigen Gefühl – wie Magie - ein bisschen wie zuhause - tapsten die beiden los und brachen auf in ihr erstes gemeinsames Abenteuer.

Magische Hand mit Farben

Wenn euch der Auszug gefallen hat, zögert nicht das Buch wartet schon auf seine Leser. Ich freu mich über euer Feedback.

Ich war auch dabei. Also fast